Fußball - Senioren

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Nun kann nur noch ein Sieg in Pfarrweisach helfen
Das vergangene Wochenende verlief - leider - wie erwartet. Während die SVW dem SV Hut die Meisterschaftsfeier nicht verderben konnte, erledigten die Konkurrenten Gleußen und Hafenpreppach gegen schwächere Gegner ihre Hausaufgaben und zogen vorbei. Am letzten Spieltag muss die SVW in Pfarrweisach gewinnen und dabei auf einen Ausrutscher von Gleußen (beim TSV Meeder 2) und Hafenpreppach (gegen TSV Bad Rodach) hoffen.
SV Weidach - SV Hut Coburg                0:3 (0:1)
Souverän holte der SV Hut Coburg beim abstiegsbedrohten SV Weidach die noch fehlenden Punkte, um die Meisterschaft in der Kreisklasse 3 unter Dach und Fach zu bringen. Obwohl viele Chancen vergeben wurden, reichte am Ende ein 3:0-Auswärtssieg, um nach langer Abstinenz wieder in die höchste Liga des Kreises Coburg-Lichtenfels aufzusteigen. Beindruckend das bisherige Torverhältnis der Scheler-Truppe mit 142:30-Toren.
Aus Weidach G. Koch
Am vorletzten Spieltag in der Kreisklasse 3 sollte die überragende Saison des Spitzenreiters SV Hut Coburg seinen krönenden Abschluss beim SV Weidach finden. Nur noch ein Pünktchen fehlte, um nach einer langen Durststrecke von 20 Jahren endlich wieder ins Oberhaus des Spielkreises CO/LIF zurückzukehren. Beeindruckend das Torverhältnis des Tabellenführers mit 139:30-Toren, davon sage und schreibe 40 von Spielertrainer Lars Scheler, Roberto Rivera (21), Florian Heß (20) und Bastian Düsel (17). Aber aufgepasst, der Gegner vom Wasserturm kämpft mit dem Rücken zur Wand, sprich hat das Abstiegsgespenst im Nacken. Momentan liegt man punktgleich mit dem TSV Gleußen auf dem Schleuderplatz, nur einen Punkt besser als der SV Hafenpreppach, der den direkten Abstiegsplatz inne hat. Aber die Auswärtssiege beim FC Bad Rodach und in Heldritt sollten den Jungs vom scheidenden Trainer Detlef Meißner Mut machen, für eine Überraschung zu sorgen. SV-Coach Detlef Meißner hatte vier fehlende Spieler zu beklagen, einer verletzt, einer krank, einer in Urlaub und einer aus beruflich, schulischen Gründen. Deswegen sagte der erfahrene Trainer: „Wir haben heute „das letzte Aufgebot“ und sind froh, wenn wir die zu erwartende Niederlage in Grenzen halten können. Deswegen werden wir sehr defensiv stehen, um nicht wie im Hinspiel schon wieder eine Packung zu bekommen, als wir 0:6 verloren!“ Huts-Spielertrainer Lars Scheler musste ebenfalls umstellen, weil Christian Sommer verletzt ausfiel, Hannes Scharfenberg aus aus familiären Gründen fehlte und Kevin Trommer sich im Urlaub befand. „Das ist eine neue Situation, weil wir zuletzt immer in der gleichen Formation aufliefen, mal schaun wie die Mannschaft darauf reagiert. Wir werden wieder unser Offensivspiel praktizieren, denn defensiv könnten wir garnicht spielen,“ so der ehemalige Landesligakicker.
Gästeführung bereits nach 19 Sekunden
Was für ein Auftakt nach Maß für den Tabellenführer, denn gleich der erste Angriff über die linke Seite durch Bastian Düsel auf Goalgetter Lars Scheler brachte das 0:1, als der Huter den Ball aus sechs Metern nur noch einschieben musste. Und nur wenig später fast das zweite Gästetor. Florian Heß tauchte urplötzlich sechs Meter vor dem Heimkasten auf, scheiterte aber am reaktionsschnellen Heimtorhüter Oliver Schellenberg, der die Handschuhe noch dazwischen brachte und das 0:2 vereitelte. Die Gastgeber, die wie schon von ihrem Trainer angekündigt, erstmal hinten drin standen, um so die Räume sehr eng zu machen. Aber die Gäste wussten, um was es geht, denn sie legten ein schnelles Tempo vor und versuchten mit schnellem Pass-Spiel Druck auf das Heimtor auszuüben. Immer und immer wieder kamen sie gefährlich über die Flügel in Strafraumnähe und wollten so früh wie möglich für klare Verhältnisse sorgen. Sehenswert auf der linken Außenbahn die Spurts des jungen Huter Christopher Schmitt, der kaum zu bremsen war und einige Vorlagen in die Mitte auf Torjäger Lars Scheler und Tobias Reistel gab, die aber an der vielbeinigen Defensive um Libero Detlef Meißner vorerst scheiterten. Doch die Gastgeber waren nicht ungefährlich und suchten ihr Heil durch ihre einzige Sturmspitze Dirk Kempf. Er war es auch, der durch einen raffinierten Pass von Kolja Wunsch auf die linke Seite die Chance zum Ausgleich hatte, als er sofort mit einem Heber über den doch etwas zu weit vorm Tor weilenden Gästeschlussmann Alexander Gubesch Pech hatte, als das Leder vom Querbalken ins Feld zurücksprang. Dann ging es wieder in Richtung Heimtor. Als nächstes bleute Florian Heß einen Freistoß in die Weidacher Mauer, dann probierte es Gerhard Reiter aus 28 Metern mit einem angeschnittenen Ball, den der Heimkeeper Oliver Schellenberg im zweiten Nachfassen unter sich begrub. Jetzt hatten die Gäste Chancen im Minutentakt und es war nur eine Frage der Zeit, wann Tore fallen. Auf rechts setzte sich Tobias Düsel durch, doch seine gutgetimte Flanke auf den Kopf von Capitano Roberto Rivera ging über den Kasten des Weidacher Tores. Die Platzherren praktizierten ein Catenaccio-System, das hieß, dass zehn Mann sich um den eigenen Sechzehner versammelten, um den Gästeangreifern das Leben so schwer wie möglich zu machen. Vereinzelt versuchten die Jungs vom Wasserturm mit gelegentlichen Kontern über rechts durch Andre Krauß, der kurze Zeit später verletzt ausschied und über links durch Dirk Kempf zu Torchcancen zu kommen. SV-Mittekfeldakteur Timo Ruggaber ließ einige Male durch Solis sein Können aufblitzen, aber er sah sich doch mehr und mehr mit Abwehraufgaben beschäftigt. Jetzt erhöhten die Huter nochmals das Tempo und versuchten mit Forchecking frühzeitig die Gastgeber zu Ballverlusten zu zwingen. Schon am eigenen Sechzehner hatten die Weidacher Probleme ein geordnetetes Spiel aufzuziehen, da die Gäste schneller und spritziger wirkten. Pech für Hut, als Bastian Düsel aus 28 Metern halblinker Position mit einem fulminanten Kracher nur die Latte des Weidacher Tores traf. Und kurz vor der Pause probierte es der unermüdlich kämpfende 40-jährige Michael Wittmann aus 35 Metern, aber sein Geschoss boxte der Heimkeeper Oliver Schellenberg noch aus dem Eck. Dann war Gelegenheit sich zu erfrischen.
Huts Spielertrainer markiert seinen 42. Saisontreffer
Die zweite Hälfte begann wie die Erste endete. Weidach war auf Torsicherung bedacht und ging weiterhin kein Risiko ein. Einzig allein Dirk Kempf stand auf weiter Flur und versuchte sein Glück. Heimtorhüter Oliver Schellenberg konnte sich über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen. Er zeigte seine Klasse, als er nach einem Eckball der Huter von rechts den direkt genommenen Ball aus der Luft von Stürmer Tobias Reistel aus 23 Metern mit einer Glanzparade zur Ecke abwehrte. Diese, von Bastian Düsel getreten, konnte Robero Rivera per Kopf wieder nicht unterbringen. Jetzt verflachte die Partie etwas, die Gäste schalteten einen Gang zurück, auch weil sie merkten, dass von den Blauen keine allzugroße Gefahr ausging. Die Vorentscheidung eine Viertelstunde vor Schluss. Bastian Düsel knallte unbedrängt die Kugel vom rechten Starfraumeck direkt in den Winkel des Weidacher Tores und sorgte bei den zahlreichen Gästeanhängern für Jubel und Trubel. Die Anfeuerungen der mit Feuersirene, Druckluft-Fanfaren und Rasseln und Träten ausgerüsteten Fans wurden noch lauter, da die Meisterschaft zum Greifen nah war. Und keine zwei Minuten später die endgültige Entscheidung für die Gäste. Wer anders sonst als ihr Goalgetter Lars Scheler, der nach sehenswertem Doppelpass mit Florian Heß keine Mühe hatte aus naher Distanz das 0:3 zu erzielen (77.). Die Partie war entschieden und plätscherte nun dahin, die einen wollten, die anderen konnten nicht, so das Bild von außen. Die Gäste brachten nochmals zwei Einwechslungen, Tobias Lesch und Martin Kwiczala durften sich in den verbleibenden Minuten nochmals mitfreuen, denn die Vorbereitungen der Gästefans für die anstehende Meisterfeier lief in vollem Gange. Der gutleitende Referee pfiff pünktlich ab, ein in rot-gefärbtes Menschenmeer stürmte auf den Platz, die Feierlichkeiten konnten beginnen.
Fazit:
Nichts anbrennen ließen die Huter und machten mit diesem Dreier ihre Meisterschaft perfekt. Die ersatzgeschwächten Gastgeber kämpften zwar, standen aber von Beginn an auf verlorenem Posten und dürften es im letzten Spiel schwer haben, den Klassenerhalt noch zu schaffen. Hut ist ein würdiger und verdienter Meister und konnte seinen langen Wunsch endlich nach ungefähr 20 Jahren wieder in die höchste Liga des Kreises aufzusteigen wahrmachen. Glückwunsch auch vom internet-portal anpfiff für diese grandiose Leistung.

SV Weidach II - SV Hut Coburg II        2:7

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Die JFG Coburger Land ist eine Spielgemeinschaft der Vereine SV Hut Coburg, TSV Coburg-Scheuerfeld, SpVgg Wüstenahorn und SV Weidach

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